15 Werbewege für Handwerksbetriebe im Vergleich, mit Kosten, wo es öffentliche Preise gibt, einem Rechenweg für die Kosten je Auftrag und den rechtlichen Grenzen der Werbung.
Kurz gesagt:
- Rechnen Sie in Kosten je gewonnenem Auftrag, nicht je Kontakt. So sehen Sie, welcher Weg Aufträge bringt, die sich lohnen.
- Starten Sie ohne Geldeinsatz: Empfehlung, Google-Profil mit Bewertungen, Social Media, Vorlagen aus dem Werbeportal.
- Stehen Sie in den Portalen, die Google bei Ihrer Suche zeigt: Solche Betriebe empfahl ChatGPT in einer WORTLIGA-Stichprobe in 62 % der Fälle, andere in 39 %.
- „Meister“ nur mit Meisterprüfung, ein zulassungspflichtiges Handwerk nur mit Eintrag in die Handwerksrolle, Werbeanrufe bei Privatkunden nur mit Einwilligung.
Werbung für Handwerker lohnt sich, wenn ein gewonnener Auftrag mehr einbringt, als die Werbung bis zu ihm gekostet hat. Am häufigsten verlassen sich Kunden dabei auf den Rat von Bekannten: 83 % der Deutschen ab 16 fragen Freunde, Familie oder Kollegen, bevor sie einen Handwerksbetrieb wählen, so die Umfrage des Digitalverbands Bitkom vom Juni 2025 unter 1.004 Personen. In derselben Umfrage schließen 40 % einen Betrieb ohne Website aus. Die Empfehlung bringt Ihren Namen ins Gespräch. Ob daraus ein Anruf wird, hängt auch an Ihrer Website und Ihrer Werbung. Dieser Vergleich zeigt 15 Werbewege mit ihren Kosten, belegt, wo es öffentliche Preise gibt (Stand Oktober 2026), den Rechenweg bis zum Auftrag und die Stellen, an denen Werbung im Handwerk rechtlich teuer wird.
Notdienst oder geplanter Auftrag: wie Kunden 2026 Handwerker finden
Grob lassen sich 2026 zwei Anlässe unterscheiden, zu denen Kunden einen Handwerker suchen: den Notdienst und den geplanten Auftrag. Beim Notdienst (Rohrbruch, Sturmschaden, Heizung aus) zählt vor allem, wer in der Karte steht und sofort erreichbar ist. Beim geplanten Auftrag (neues Bad, neues Dach, Wärmepumpe) vergleicht der Kunde oft länger, liest nach und fragt Bekannte. Das sind oft die Aufträge, die sich lohnen. Wie wir Betriebe auf genau diese Suchen ausrichten, steht auf der Seite Marketing für Handwerker.
Wie Kunden auswählen, zeigt die Bitkom-Umfrage vom Juni 2025: 41 % informieren sich vor Ort, 26 % schauen auf die Websites möglicher Betriebe, 20 % nutzen Plattformen wie MyHammer, 15 % lesen Online-Bewertungen. Neu dazu kommt die KI: 50 % der Internetnutzer verwenden zumindest manchmal einen KI-Chat statt der klassischen Suche (Bitkom, November 2025).
Werbung für Handwerker verdient 2026 mehr Aufmerksamkeit, denn die Auftragslage im Handwerk trübt sich ein. Im Konjunkturbericht des ZDH für das 2. Quartal 2026 melden 34 % der befragten Betriebe sinkende Auftragsbestände, ein Jahr zuvor waren es 24 %.
Kurzfazit: Zum Notdienst passen nach dieser Einteilung vor allem Google-Profil, Anzeigen und Verzeichnisse, zum geplanten Auftrag Empfehlung, Bewertungen und Website.
Wann lohnt sich Werbung für Handwerker? Die Rechnung je Auftrag
Ein Werbeweg lohnt sich, wenn seine Kosten je Auftrag unter dem Deckungsbeitrag liegen, also unter dem, was ein Auftrag nach Material und Lohn übrig lässt. Die Kosten je Auftrag sind die Werbekosten geteilt durch die gewonnenen Aufträge. Sie brauchen drei Zahlen: Kosten, Anfragen und davon gewonnene Aufträge.
Ein Werbeweg mit 400 Euro je Auftrag kann sich für eine Badsanierung lohnen und für den Tausch eines Wasserhahns nie. Fragen Sie deshalb bei jedem Werbeweg: Bringt er die Aufträge, an denen Sie verdienen, zu einem Preis unter Ihrem Deckungsbeitrag?

| Rechenbeispiel | Kosten | Anfragen, davon gewonnen | Kosten je Auftrag | Rest Badsanierung (3.000 €, Annahme) | Rest Kleinauftrag (150 €, Annahme) |
|---|---|---|---|---|---|
| Postwurf an 3.000 Haushalte, Herbst | 402 € Zustellung plus 150 € Druck (Annahme), zusammen 552 € netto | 6, davon 2 (Annahmen, rund 33 %) | rund 276 € | 2.724 € | minus 126 € |
| Zeitungsanzeige, 2-spaltig, 60 mm, einmal | 434,40 € netto | 2, davon 1 (Annahmen, 50 %) | rund 434 € | 2.566 € | minus 284 € |
| Portal mit festem Preis je Anfrage | Preis je Anfrage P | 10, davon 1 (laut Aroundhome im Schnitt jede zehnte) | 10 × P | 3.000 € minus 10 × P | 150 € minus 10 × P |
| Google-Anzeigen | 90,92 $ je Anfrage (Richtwert des US-Anbieters LocaliQ) | 1, davon 0,3 (Annahme 30 %) | rund 303 $ | nicht auf Deutschland übertragbar | eigene Werte einsetzen |
Quellen der Tabelle: Deutsche Post, POSTAKTUELL Preisliste 2026 (Stand 01.01.2026, inklusive Saisonzuschlag) · Oberpfalz Medien, Preisliste Nr. 61 (Lokalpreis Weiden, gültig ab 01.01.2026) · Aroundhome, Partnerseite (Stand 23.10.2026) · LocaliQ, US-Werbedienstleister, Kundenkampagnen im Bereich Haus und Renovierung (Stand 01.06.2026).
Die Annahmen sind Beispiele, keine Branchenwerte. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Die wichtigste davon kennen nur Sie: Ihre Abschlussquote je Werbeweg. Fragen Sie deshalb jeden neuen Kunden, wie er auf Sie gekommen ist, und schreiben Sie es auf.
Kurzfazit: Mit den Kosten je Auftrag sehen Sie, welche Wege Sie streichen und welche Sie ausbauen. Die Kosten je Kontakt sagen darüber wenig.
Welche Werbung für Handwerker? 15 Werbewege im Vergleich
Werbung für Handwerker läuft über vier Arten von Wegen: Empfehlung, Offline-Werbung wie Fahrzeug und Postwurf, Online-Werbung wie Google-Profil und Portale und die KI-Suche. Fünf der 15 Werbewege in der Tabelle kosten kein Geld, die KI-Suche keine Anzeigengebühr. Ein Postwurf kostet laut Deutscher Post 2026 netto 129 € je 1.000 Haushalte (bis 20 g, Kerngebiet), eine Fahrzeugbeschriftung laut dem Beschriftungsanbieter Plotec ab circa 300 € netto. Die Tabelle zeigt außerdem, bei welcher Art von Auftrag jeder Weg wirkt und wie Sie seinen Erfolg messen. „Kostenlos“ heißt in der Tabelle: Es kommt keine Rechnung, Arbeitszeit kostet es trotzdem.
| Werbeweg | Kosten (Stand Oktober 2026) | Wirkt vor allem bei | So messen Sie den Erfolg |
|---|---|---|---|
| Empfehlung | kein Geld; bei der Abnahme fragen, wem der Kunde Sie empfehlen würde | geplanten Aufträgen | „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ |
| Google-Unternehmensprofil | kostenlos (Google) | Notdienst und geplanten Aufträgen | Anrufe und Routen im Profil |
| Google-Bewertungen | kein Geld; nach der Abnahme mit Link oder QR-Code auf der Rechnung bitten | Notdienst, geplanten Aufträgen, KI-Suche | neue Bewertungen je Monat |
| Eigene Website mit Leistungsseiten | einmalig plus Pflege; Inhalt: eine Seite je Leistung und Ort, klickbare Rufnummer, Einsatzgebiet, Baustellenfotos | geplanten Aufträgen | Anfragen über das Formular |
| KI-Suche (ChatGPT, Google-KI) | keine Anzeigengebühr, Pflege von Profil, Einträgen und Website | geplanten Aufträgen | Frage an die KI im eigenen Ort, Anfragen mit Hinweis „KI“ |
| Google-Anzeigen | Preis je Klick, Richtwert des US-Anbieters LocaliQ 8,33 $ für Haus und Renovierung (LocaliQ, 01.06.2026) | Notdienst | Anrufe und Formulare aus der Anzeige |
| Handwerkerportale | Preis je Anfrage oder Kontakt, öffentlich meist nicht genannt | Lücken im Kalender | Kosten je Auftrag aus dem Portal |
| Branchenverzeichnisse | je nach Verzeichnis, Pflege der Einträge | Notdienst, KI-Suche | Einträge mit gleicher Adresse und Nummer |
| Social Media | kein Geld, regelmäßige Zeit | Bekanntheit, Bewerber | Nachrichten und Anfragen |
| Mail an Bestandskunden | kein Geld; nur mit Einwilligung oder unter den Bedingungen von § 7 Abs. 3 UWG | Wartung, Saison | Rückmeldungen je Aussendung |
| Fahrzeug, Firmenschild, Arbeitskleidung, Visitenkarte | Fahrzeugbeschriftung ab circa 300 € netto (Beschriftungsanbieter Plotec, Juli 2026) | Nachbarschaft, Bekanntheit | eigene Rufnummer oder QR-Code |
| Bauschild und Bauzaunbanner | einmalig, Vorlage für Bauzaunbanner im Werbeportal kostenlos | Nachbarschaft der Baustelle | QR-Code mit eigener Kennung |
| Postwurf und Flyer | 129 € je 1.000 Haushalte netto, Kerngebiet (Deutsche Post, Stand 01.01.2026) | saisonalen Leistungen | Gutscheincode auf dem Flyer |
| Zeitungsanzeige | Beispiel 434,40 € netto je Erscheinen (Oberpfalz Medien, 2026) | Region | eigene Rufnummer |
| Vereine, Sponsoring, Hausmesse | nach Umfang, etwa Trikotsatz oder Stand auf der Regionalmesse | Region, Kunden mit langer Planung | Aktionscode auf Gutschein oder Messekarte |
Eine Spalte „bester Werbeweg“ haben wir weggelassen, weil die Antwort vom Betrieb abhängt: Für einen Dachdecker mit vollem Kalender ist das Google-Profil oft wichtiger als eine Anzeige, für einen neuen Betrieb ohne Empfehlungen kann eine Anzeige den Anfang machen.
Kurzfazit: Fangen Sie bei den Wegen ohne Geldeinsatz an und messen Sie jeden bezahlten Weg in Kosten je Auftrag.
Offline-Werbung: Fahrzeug, Bauschild, Briefkasten, Zeitung
Offline-Werbung bezahlen Sie bei Fahrzeug und Bauschild einmal, bei Postwurf und Zeitung bei jedem Einsatz. Sie wirkt dort, wo Ihr Betrieb ohnehin unterwegs ist:
- Fahrzeug: einmal bezahlt, danach fährt die Werbung mit, bei gegossener Premiumfolie laut Plotec rund sieben Jahre. Anbieter von Beschriftungen werben gern mit großen Zahlen dazu, wie viele Menschen ein Fahrzeug am Tag sehen. Eine belastbare Zählung für Deutschland haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir keine.
- Bauschild: Das Pflichtschild ist Sache des Bauherrn und je Land verschieden. In Nordrhein-Westfalen muss die Bauherrschaft bei nicht verfahrensfreien Bauvorhaben ein Schild anbringen, das auch die Unternehmer für den Rohbau nennt (§ 11 Abs. 3 BauO NRW). Machen Sie dort den Rohbau, gehört Ihr Name also ohne Aufpreis auf dieses Schild. Ihr eigenes Schild oder Bauzaunbanner kommt dazu, am besten mit QR-Code.
- Postwurf: Von September bis Dezember verlangt die Deutsche Post 5 Euro je 1.000 Sendungen Zuschlag, der Mindestauftrag liegt bei 300 Euro. Briefkästen mit „Keine Werbung“ bleiben leer.
- Zeitung: Sie zahlen nach Millimeter und Spalte, im Beispiel Oberpfalz Medien 3,62 Euro je Millimeter und Spalte im Lokalpreis Weiden für gewerbliche Kunden aus der Region (Preisliste Nr. 61, 2026).
- Gestaltung: Im Werbeportal des Handwerks können Betriebe Vorlagen der Imagekampagne mit eigenen Daten anpassen und kostenlos herunterladen, vom Social-Media-Post bis zum Bauzaunbanner (handwerksblatt, 25.02.2026). Kunden bringt eine Vorlage allein noch keine.
Kurzfazit: Was Fahrzeug, Bauschild, Postwurf und Zeitung bringen, sehen Sie nur über eine eigene Nummer oder einen eigenen Code.
Online-Werbung: Google-Profil, Anzeigen, Portale
Online beginnt Werbung für Handwerker mit dem kostenlosen Google-Unternehmensprofil. Dort entscheidet sich, ob Sie in der Karte stehen, wenn jemand „Heizungsbauer“ und seinen Ort eingibt.
Google-Profil: Google selbst gibt in seiner Hilfe an, dass Kunden Unternehmen mit vollständigem Profil 2,7-mal häufiger als seriös einstufen, nennt dafür aber keine Studie (Stand 23.10.2026). Ausfüllen lohnt sich trotzdem, weil es nichts kostet: Leistungen, Einsatzgebiet, Öffnungszeiten, Notdienst und Fotos echter Baustellen.
Google-Anzeigen: Sie können über oder unter den Treffern stehen, sobald Google die Kampagne freigegeben hat, die Reihenfolge legt Google nach Gebot und Relevanz fest (Google-Ads-Hilfe). Weil sie sofort sichtbar sein können, passen sie vor allem zum Notdienst. Belastbare Durchschnittswerte für deutsche Handwerker haben wir nicht gefunden. Der US-Werbedienstleister LocaliQ nennt für Kampagnen seiner Kunden im Bereich Haus und Renovierung 8,33 $ je Klick und 90,92 $ je Anfrage (Stand 01.06.2026).
Portale: Sie verkaufen Ihnen Anfragen, bei manchen Portalen im Wettbewerb mit anderen Betrieben. Bei Aroundhome geht jede qualifizierte Anfrage an bis zu drei Fachbetriebe, und im Durchschnitt wird laut Aroundhome aus jeder zehnten ein Auftrag (Stand 23.10.2026). Bei CHECK24 Profis gibt es keine Grundgebühr, Kosten entstehen bei bestätigtem Interesse des Kunden, die Höhe nennt CHECK24 nicht öffentlich. Unangenehm bleibt bei Aroundhome, dass Sie für eine Anfrage zahlen, die bis zu zwei andere Betriebe auch bekommen. Für Lücken im Kalender können Portale trotzdem passen.
Social Media: Hier brauchen Sie vor allem einen festen Termin in der Woche, an dem jemand Fotos von der Baustelle postet. Laut der Bitkom-Umfrage vom Juni 2025 nutzen 14 % soziale Netzwerke bei der Handwerkersuche. Ob der Kanal Aufträge bringt, sehen Sie nur, wenn Sie Anfragen aus Instagram oder Facebook als solche notieren.
Kurzfazit: Das Google-Profil kostet nichts und gehört an den Anfang. Anzeigen passen zum Notdienst, Portale zu Lücken im Kalender.
KI-Suche: der Werbeweg ohne Anzeigenpreis
Die KI-Suche greift für Handwerker vor allem auf Google Maps und Branchenportale zurück. Das zeigt eine Auswertung des Textwerkzeug-Anbieters WORTLIGA, Stichprobe vom 30.09. und 01.10.2026. Ausgewertet wurden 480 Antworten von Googles KI-Modus und 480 Abrufe bei ChatGPT aus sechs Gewerken und 40 Städten. Die Ergebnisse:
- In neun von zehn Antworten verweist Googles KI-Modus auf Einträge aus Google Maps.
- ChatGPT verlinkt kein einziges Google-Profil, zeigt aber Bewertungszahlen aus Maps an.
- Steht ein Betrieb auf einer Portalseite, die Google bei derselben Suche zeigt, etwa Gelbe Seiten oder Das Örtliche, empfiehlt ihn ChatGPT in 62 % der Fälle, ohne diesen Eintrag in 39 %.
- Betriebe, die beide KI-Dienste empfehlen, haben im Median 49 Bewertungen.
Dass ein kleiner Betrieb bei Google vor großen Marken stehen und in der KI-Übersicht als erste Quelle auftauchen kann, zeigt ein Fall aus der Immobilienbranche. Streil Immobilien ist ein inhabergeführtes Maklerbüro aus der Region Augsburg. Über die Website kamen kaum qualifizierte Anfragen, das Kontaktformular brachte zu wenig. Seit rund 18 Monaten arbeiten wir mit dem Büro zusammen (Stand Oktober 2026). Im Oktober 2026 steht Streil bei der Google-Suche „Immobilie verkaufen Dillingen“ auf Platz 1, vor RE/MAX Prestige und von Poll Immobilien, ohne bezahlte Anzeige. Auf die Frage an Google „Wer ist der beste Immobilienmakler in Mödingen“ nennt die KI-Übersicht das Büro und führt seine Website als erste Quelle (Aufnahmen vom 22.10.2026). Über den Chat auf der Website kamen in diesen 18 Monaten über 300 qualifizierte Anfragen. Übertragen auf das Handwerk heißt das: Bei der Suche nach Gewerk und Ort kann auch ein kleiner Betrieb vor einer bekannten Kette stehen.
Kurzfazit: Für die KI-Suche zahlen Sie keinen Klickpreis. Die Arbeit steckt in vollständigen Einträgen in Profil und Verzeichnissen, in echten Bewertungen und in Leistungsseiten, die die Fragen Ihrer Kunden beantworten.
So fangen Sie an: Reihenfolge, Budget und Grenzen
Fangen Sie mit den Werbewegen an, die kein Geld kosten, und bezahlen Sie erst dann für Reichweite, wenn Sie Ihre Kosten je Auftrag messen können. Die Betriebsberatung Ihrer Handwerkskammer kann dabei helfen. Bei der HWK Düsseldorf etwa gehören Google-Unternehmensprofil, SEO und KI-Sichtbarkeit zu den Beratungsthemen (Stand Oktober 2026). Finanziert wird die Beratung dort laut Kammer über die Mitgliedsbeiträge und Mittel der Gewerbeförderung (Beratungsangebot der HWK Düsseldorf).
Checkliste: Bevor Sie Geld für Werbung ausgeben
- Google-Unternehmensprofil vollständig, mit Leistungen, Einsatzgebiet und Fotos echter Baustellen
- Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich: Website, Profil, Verzeichnisse
- Jeden Kunden fragen, wie er auf Sie gekommen ist, und notieren
- Nach jeder Abnahme um eine Google-Bewertung bitten, Link oder QR-Code auf der Rechnung
- Je Leistung, mit der Sie gut verdienen, eine eigene Seite auf der Website
- Für jeden bezahlten Werbeweg vorab die Kosten je Auftrag schätzen und nach drei Monaten prüfen
Was eine gute Seite auf der eigenen Website bringt, zeigt ein zweites Maklerbüro, für das wir arbeiten: Der Ratgeber „Haus vermieten oder verkaufen in Hermeskeil: Die Rechnung“ von Mezzarano Wüstenrot Immobilien steht bei der Google-Suche „wie mein haus in hermeskeil vermieten oder verkaufen“ auf Platz 1, vor Kleinanzeigen. Die KI-Übersicht zitiert die Website als Quelle (Aufnahme vom 22.10.2026).
Zur Werbung gehört auch, was Sie über sich sagen dürfen. Rechtliche Grenzen gibt es beim Meistertitel, bei der Eintragung in die Handwerksrolle und bei der Ansprache von Privatkunden:
| Was Sie vorhaben | Erlaubt? | Grundlage |
|---|---|---|
| Mit „Meister“ werben | nur mit bestandener Meisterprüfung in diesem Handwerk, sonst Bußgeld bis zu 5.000 € | § 51 Abs. 1 HwO (zulassungspflichtige Handwerke), § 51f HwO (zulassungsfreie und handwerksähnliche), § 117 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 HwO |
| Mit „Meisterbetrieb“ werben | wenn Inhaber oder fachliche Betriebsleitung den Meistertitel führen; mit anderer Qualifikation in die Handwerksrolle eingetragene Betriebe dürfen mit „Fachbetrieb“ werben | § 5 Abs. 2 Nr. 3 UWG, Auslegung der HWK Dortmund (Stand Mai 2022) |
| Leistungen eines zulassungspflichtigen Handwerks bewerben, ohne in der Handwerksrolle zu stehen | nein, wenn die Werbung über die Qualifikation täuscht; wer das Handwerk ohne Eintragung selbständig betreibt, riskiert zudem ein Bußgeld bis zu 10.000 € | § 1 Abs. 1 HwO, § 117 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 HwO, LG Kempten, Urteil vom 06.03.2025, 1 HKO 1417/24 (Rechtsmittelinstanz: OLG München, 29 U 1336/25) |
| Privatkunden anrufen oder Werbe-Mails schicken | nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung | § 7 Abs. 2 Nr. 1 und 2 UWG |
| Bestandskunden per Mail auf ähnliche Leistungen hinweisen | ja, wenn vier Bedingungen zusammen erfüllt sind: Die Adresse stammt aus einem Auftrag, beworben werden eigene ähnliche Leistungen, der Kunde hat nicht widersprochen, und schon bei der Erhebung und in jeder Mail steht der Hinweis auf das Widerspruchsrecht | § 7 Abs. 3 UWG |
Häufige Fragen
Wie viel sollte ein Handwerksbetrieb für Werbung ausgeben?
So viel, dass die Kosten je Auftrag unter dem Deckungsbeitrag bleiben. Die oft genannten 3 bis 5 % vom Umsatz sind eine Faustregel, für die wir keine Handwerksstatistik gefunden haben. Bei 500.000 Euro Umsatz wären das 15.000 bis 25.000 Euro im Jahr. Wer seine Aufträge vor allem über Google-Profil, Fahrzeug und Empfehlungen bekommt, braucht weniger, weil diese Wege kaum Geld kosten.
Welche Werbung für Handwerker ist kostenlos?
Kostenlos sind das Google-Unternehmensprofil, Empfehlungen, Social Media und die Vorlagen im Werbeportal des Handwerks. Dazu kommen Grundeinträge in Verzeichnissen, etwa der kostenfreie Grundeintrag bei Gelbe Seiten. Alle diese Wege müssen Sie dafür regelmäßig pflegen. Gerade das Google-Profil wirkt doppelt: in der Karte und in den KI-Antworten.
Welche Slogans und Sprüche eignen sich für Handwerker?
Gute Slogans nennen Gewerk, Ort und einen Nutzen, den der Kunde prüfen kann. Zum Beispiel „Ihr neues Bad in [Ort], fertig in drei Wochen“ oder „Dachdecker aus [Ort], seit [Jahr] für Sie da“. Versprechen Sie im Slogan nur, was Sie halten.
Was ist ein gutes Beispiel für Handwerker-Werbung?
Ein gutes Beispiel ist ein Flyer oder Bauschild mit fünf Bausteinen. Oben stehen Gewerk und Ort. Dazu kommen eine Leistung zur Saison wie die Heizungswartung im Herbst, ein Nutzen, den der Kunde prüfen kann, und ein Foto aus einem eigenen Projekt. Unten steht eine eigene Rufnummer oder ein QR-Code mit Kennung. Für das Bauzaunbanner finden Sie eine Vorlage im Werbeportal des Handwerks.
Lohnt sich Werbung, wenn die Auftragsbücher voll sind?
Für die Menge oft nicht, für die Auswahl schon. Die Auftragsreichweite lag im 2. Quartal 2026 laut ZDH bei durchschnittlich 8,7 Wochen, etwa so viel wie ein Jahr zuvor. Wer jetzt an seiner Sichtbarkeit arbeitet, kann später auswählen, statt jede Reparatur zu nehmen, die gerade anruft.
Nächster Schritt
Wie oft wird in Ihrer Region nach den Aufträgen gesucht, die sich für Sie lohnen? Und wo steht Ihr Betrieb heute bei Google und in der KI-Suche? Das zeigt Ihnen unsere kostenlose Potenzialanalyse. Sie sehen danach, welche Seiten Ihnen fehlen und wer vor Ihnen liegt. Ihre Ansprechpartner sind von Anfang an die Gründer.
Bereit für Ihre eigene KI-Lösung?
Wir sorgen dafür, dass Kunden mit lohnenden Aufträgen Ihren Betrieb bei Google, in der Karte und in ChatGPT finden.










