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Social Media Marketing für Immobilienmakler: Vom Feed zum Eigentümer

Social Media Marketing für Immobilienmakler bringt selten Aufträge über Reichweite, sondern über Anschluss. Plattform-Wahl, Content-Formate und der Funnel.

Niklas Schwerin

Niklas Schwerin

Co-Founder & Automatisierung

09. Juni 2026
14 Min Lesezeit

Kurz gesagt:

  • Social Media Marketing für Immobilienmakler bringt selten Aufträge über Reichweite. Es bringt sie über Anschluss. Ein Follower ist kein Eigentümer.
  • Wähle die Plattform nach dem Ziel, nicht nach dem Bauchgefühl. Instagram und Facebook für lokale Reichweite, LinkedIn für Gewerbe und Netzwerk, TikTok nur, wenn du es ernst meinst.
  • Der echte Engpass ist nicht die Idee. Es ist der Content-Nachschub. Die meisten Makler hören nach sechs Wochen auf, weil niemand die Posts macht.
  • Ehrliche Zahl gegen einen verbreiteten Mythos: Reels schlagen nicht alles. Im Engagement liegen sie fast gleichauf mit Karussell-Posts.
  • Organisch posten zahlt sich nur aus, wenn auf den Klick ein System wartet, das die Anfrage einfängt. Ohne Conversion-Layer ist es ein Hobby.

Du kannst drei Monate lang jeden zweiten Tag auf Instagram posten, 800 Follower aufbauen und am Ende keinen einzigen Alleinauftrag daraus gewonnen haben. Das ist kein Versagen deiner Disziplin. Es ist der Normalfall, wenn Social Media als Selbstzweck betrieben wird. Reichweite fühlt sich nach Fortschritt an, aber sie ist nicht der Auftrag. Dieser Artikel zeigt dir, wie Social Media Marketing für Immobilienmakler tatsächlich Eigentümeranfragen erzeugt: welche Plattform zu welchem Ziel passt, welche Inhalte 2026 wirklich Aufmerksamkeit holen, wie du das Durchhalte-Problem löst und warum der wichtigste Teil erst nach dem Klick beginnt.

Warum Social Media für Makler kein Reichweiten-Spiel ist

Fangen wir mit der Marktrealität an, weil sie die erste Entscheidung vorgibt. Laut der ARD/ZDF-Medienstudie 2025 (befragt wurden 2.512 Personen ab 14 Jahren, Feldzeit Januar bis April 2025, veröffentlicht am 30.09.2025) nutzen 63 Prozent der Bevölkerung Social Media regelmäßig. Instagram führt mit einer Wochenreichweite von 40 Prozent, Facebook liegt bei 31 Prozent, TikTok wächst auf 20 Prozent. Die Menschen, an die du verkaufst, sind also da. Die Frage ist nie, ob deine Eigentümer auf diesen Plattformen sind. Sie sind es.

Die zweite Zahl korrigiert die erste. Laut DataReportal Digital 2025: Germany (Datenstand Januar 2025, abgerufen am 09.06.2026) gab es zu Jahresbeginn 65,5 Millionen aktive Social-Media-Account-Identitäten in Deutschland. Das Wort Identitäten ist wichtig, und die meisten Ratgeber unterschlagen es. DataReportal weist selbst darauf hin, dass diese Werte keine eindeutigen Personen abbilden. Ein Mensch mit Instagram, Facebook und TikTok zählt dreifach. Reichweitenzahlen sehen deshalb immer größer aus, als die echte Personenmenge dahinter ist. Wer dir verspricht, du erreichst "37 Prozent der Deutschen über Instagram", rechnet mit Accounts, nicht mit Menschen.

Warum das praktisch zählt: Reichweite ist gedeckelt und sie ist nicht dein Geschäft. Ein Makler verkauft nicht an 31,3 Millionen Instagram-Accounts. Er verkauft an die zwölf Eigentümer in seinem Einzugsgebiet, die dieses Jahr ernsthaft über einen Verkauf nachdenken. Social Media ist der Kanal, über den diese zwölf dich wahrnehmen, bevor sie dich brauchen. Es ist Vorfeld-Arbeit, kein Verkaufsautomat.

Und genau hier zahlt der Kanal auf etwas ein, das in der Maklerwahl tatsächlich den Ausschlag gibt. Eine Forsa-Befragung im Auftrag von Engel & Völkers aus dem Jahr 2020 (1.008 Immobilienbesitzer in Deutschland) zeigt: Für 92 Prozent der Eigentümer ist eine gute Reputation oder gute Referenzen entscheidend für die Maklerwahl, für 94 Prozent der erste persönliche Eindruck im Gespräch. Social Media baut genau diesen ersten Eindruck auf, bevor das Gespräch überhaupt stattfindet. Wer dich seit Monaten in seinem Feed sieht, kompetent und nahbar, geht anders ins Erstgespräch als jemand, der deinen Namen zum ersten Mal hört.

Kurzfazit: Social Media ist für Makler ein Vertrauens- und Vorfeld-Kanal, kein Selbstläufer für Eigentümeranfragen. Wer ihn an der Follower-Zahl misst, misst das Falsche. Die richtige Frage lautet: Wie viele Eigentümer in meinem Gebiet kennen mich, bevor sie verkaufen wollen?

Welche Plattform für welches Ziel

Die häufigste Verschwendung im Social Media Marketing für Immobilienmakler ist, überall gleichzeitig sein zu wollen. Fünf Plattformen halbherzig zu bespielen, schlägt nie zwei Plattformen konsequent. Die Wahl hängt davon ab, wen du erreichen willst und wie viel Zeit du realistisch hast.

Für die meisten Maklerbüros in Deutschland heißt das: Instagram plus Facebook ist die tragfähige Basis. Instagram trägt das Visuelle und die jüngeren Eigentümer, Facebook erreicht die Altersgruppe 45 plus, in der die meisten verkaufsbereiten Eigentümer sitzen, und punktet mit lokalen Gruppen und Bewertungen. LinkedIn lohnt sich, sobald du Gewerbe machst oder ein Empfehlernetz aus Steuerberatern, Banken und Anwälten aufbaust. TikTok ist verlockend wegen der Reichweite, aber es bestraft Halbherzigkeit gnadenlos. Wer dort nicht mehrmals pro Woche Video liefert, verschwindet. Geh es nur an, wenn du Video wirklich zur Routine machst.

Die Plattform-Wahl ist außerdem eine Marken-Entscheidung, keine reine Reichweiten-Frage. Wie dein Profil aussieht, wie konsistent dein Auftritt über alle Kanäle ist, das zahlt direkt auf deine Wahrnehmung ein. Wer hier tiefer einsteigen will, findet das im Artikel zum Markenaufbau für Immobilienmakler.

Kurzfazit: Zwei Plattformen konsequent schlagen fünf halbherzig. Für die meisten Makler heißt das Instagram plus Facebook, LinkedIn bei Gewerbe, TikTok nur mit echter Video-Disziplin.

Was wirklich funktioniert: Content-Formate für Makler

Jetzt zum Teil, an dem die meisten hängenbleiben: Was postet man überhaupt? Bevor wir zu den Formaten kommen, räumen wir einen Mythos weg, der in fast jedem Makler-Ratgeber steht. Die Behauptung lautet: Reels schlagen alles, also macht nur noch Reels.

Das stimmt so nicht. Die Socialinsider Instagram Engagement Benchmarks (Datensatz 2025, Snapshot vom 09.06.2026) zeigen ein differenzierteres Bild. Die Engagement-Rate liegt bei Karussell-Posts bei 0,55 Prozent, bei Reels bei 0,52 Prozent und bei einzelnen Bildern bei 0,37 Prozent. Reels schlagen also klar das statische Einzelbild, liegen aber beim Engagement praktisch gleichauf mit dem guten alten Karussell. Der echte Vorteil von Reels liegt in der Verbreitung, weil der Algorithmus Video stärker an Nicht-Follower ausspielt. Das ist nützlich für Reichweite, aber es macht das Karussell nicht überflüssig. Nebenbei: Das Gesamt-Engagement auf Instagram ist gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent gefallen. Die Plattform wird voller, die Aufmerksamkeit dünner. Reichweite allein wird teurer, der Anschluss dahinter wichtiger.

Was für Maklerbüros tatsächlich trägt, sind nicht Hochglanz-Objektfotos allein, sondern Inhalte mit Substanz:

  • Marktupdates fürs eigene Gebiet. "Was kostet der Quadratmeter im Bismarckviertel gerade wirklich?" Lokale Daten, kurz erklärt. Das positioniert dich als den, der den Markt kennt, und Marktkenntnis ist laut der Forsa-Befragung für 95 Prozent der Eigentümer das wichtigste Auswahlkriterium.
  • Verkaufsgeschichten als Mini-Narrativ. Ein Objekt, ein Problem, deine Lösung, das Ergebnis. Keine Provisionszahlen, sondern der Weg.
  • Ratgeber-Häppchen. "Drei Fehler, die den Verkaufspreis drücken." Karussell-Format, ein Punkt pro Slide.
  • Dein Gesicht. Kurze Videos, in denen du eine Eigentümerfrage beantwortest. Menschen beauftragen Menschen, nicht Logos.
  • Objektvideos und virtuelle Rundgänge. Stark für Käufer-Reichweite, schwächer für die Eigentümer-Akquise, aber gut für die Wahrnehmung als aktiver Makler.

Die Mischung schlägt die Monokultur. Wer nur Objekte postet, wirkt wie ein wandelndes Schaufenster. Wer nur Ratgeber postet, wird zur Fachzeitschrift ohne Gesicht. Die Kombination aus Marktwissen, deinem Gesicht und Antworten auf Fragen, die Eigentümer wirklich googeln, ist das, was hängenbleibt.

Kurzfazit: Reels sind ein Reichweiten-Hebel, kein Allheilmittel. Karussells halten beim Engagement mit. Entscheidend ist nicht das Format, sondern dass dein Content Marktkenntnis, dein Gesicht und echten Nutzen zeigt, statt nur Objekte zu spiegeln.

Der echte Engpass: Wer macht den Content?

Hier ist die Stelle, an der die meisten Social-Media-Strategien für Makler sterben. Nicht an der Idee. An der Ausdauer.

Der typische Verlauf sieht so aus: Ein Makler nimmt sich vor, ab jetzt regelmäßig zu posten. Die ersten zwei Wochen laufen gut, weil die Motivation frisch ist. Dann kommt ein voller Besichtigungstag, dann eine Beurkundung, dann Urlaub. Nach sechs Wochen ist das Profil verwaist. Das Problem war nie das Konzept. Es war, dass zwischen einem vollen Maklertag und einem fertigen Post mehr Aufwand liegt, als man am Anfang denkt: Idee, Text, Bild, Format anpassen, Markenfarben, hochladen. Pro Post schnell eine halbe Stunde, die niemand hat.

Genau dieser Engpass ist lösbar, und zwar ohne dass du Designer wirst oder eine Agentur für mehrere Hundert Euro im Monat beauftragst. Das Sunside Studio ist eine Marketing-Bibliothek mit über 250 Vorlagen für Marktupdates, Ratgeber-Posts, Checklisten und Videos, alle im Branding deines Büros. Du lädst Logo, Farben und Schriften einmal hoch, wählst einen Inhalt aus der Mediathek oder direkt aus einem Objekt in deinem CRM, und exportierst ihn als fertigen Social Post, als Story oder als druckfertigen Flyer. Die Anbindung an Propstack und onOffice bedeutet: Aus einem Objekt im CRM wird mit wenigen Klicks ein fertiges Marketing-Material, das ins Branding passt. Das Studio ersetzt damit genau die Werkzeuge, für die Makler sonst Bottimmo, Fiverr oder Design-Aufträge bezahlen, nach Marktbeobachtung rund 200 Euro im Monat plus den Aufwand, alles selbst zusammenzubauen.

Ich bin hier ehrlich: Ein Vorlagen-System macht dich nicht über Nacht zum Social-Media-Star. Es löst aber das eine Problem, an dem die meisten scheitern, nämlich die Reibung zwischen Vorsatz und fertigem Post. Wenn ein Marktupdate in fünf Minuten statt in einer halben Stunde steht, postest du es auch. Und Kontinuität schlägt im Social Media Marketing fast immer das einzelne brillante Posting. Aber ein fertiger Post ist erst die halbe Miete. Was passiert, nachdem ihn jemand gesehen hat, entscheidet, ob daraus eine Anfrage wird.

Vom Like zum Eigentümer: der Conversion-Layer

Jetzt der Teil, den fast alle Wettbewerber-Artikel auslassen. Sie zeigen dir Plattformen, Formate, Posting-Tipps, und hören genau dort auf, wo es entscheidend wird. Was passiert eigentlich, nachdem jemand deinen Post gesehen hat und neugierig ist?

In den meisten Fällen: nichts. Der Interessent schaut sich dein Profil an, vielleicht klickt er auf den Link in der Bio, landet auf deiner Startseite, findet ein Kontaktformular mit acht Pflichtfeldern, und ist weg. Der klassische Schönwetter-Gucker, der schaut, aber nie anfragt. Social Media ist Top-of-Funnel. Es erzeugt Aufmerksamkeit. Aber Aufmerksamkeit ohne einen Mechanismus, der sie einfängt, verpufft genau wie bezahlte Werbung ohne Landingpage. Deshalb gehört zu jeder ernsthaften Social-Media-Strategie eine Antwort auf die Frage: Wo landet der Klick, und wer fängt ihn auf?

Das kann eine spezialisierte Landingpage für Immobilienmakler sein, etwa eine kostenlose Wertermittlung statt der generischen Startseite. Und es kann ein Chatbot oder Voicebot sein, der die Anfrage rund um die Uhr annimmt, auch um 22 Uhr am Sonntag, wenn dein Post gerade durch den Feed läuft, aber dein Büro geschlossen ist.

Wie groß dieser Hebel ist, zeigt ein Fall aus unserer Arbeit. Patrick Beier von Beier & Partner Immobilienbewertung hatte eine etablierte Website mit vernünftigem Traffic und einem klassischen Kontaktformular. Die Konversionsrate vom Besucher zur Anfrage lag bei 5 Prozent. Nach dem Einbau eines KI-Chatbots auf derselben Seite, mit demselben Traffic, stieg sie auf über 30 Prozent. Eine Versechsfachung, ohne einen zusätzlichen Besucher. Seine Worte:

"Mittlerweile ersetzt die KI-Assistenz fast eine gesamte Vollzeitressource im Vertrieb."
— Patrick Beier, Geschäftsführer Beier & Partner

Am Telefon gilt dasselbe. FALC Immobilien Hildesheim, ein Franchise-Büro, hat die KI-Sprachassistentin Sophia in die bestehende Telefonnummer eingebunden. Ergebnis nach drei Wochen: 21 Anrufer vollautomatisch bearbeitet, daraus 7 qualifizierte Anfragen, davon 2 von Eigentümern. Ein Drittel der Anrufe wurde also ohne einen einzigen Handgriff im Büro zur echten Anfrage, auch abends und am Wochenende, also genau dann, wenn Social Media die meiste Aufmerksamkeit erzeugt. Das ist das Prinzip dahinter: kein verpasster Eigentümer, egal zu welcher Uhrzeit dein Post durch den Feed läuft. Und der Einstieg ist kleiner, als die meisten denken. Ein Chatbot sitzt auf deiner bestehenden Website, eine Sprachassistenz auf deiner bestehenden Nummer. Du baust keine neue Infrastruktur, du hängst einen Türsteher an die Türen, die du schon hast.

Kurzfazit: Social Media füllt den oberen Trichter. Ob daraus Aufträge werden, entscheidet sich danach. Wer postet, ohne einen Conversion-Layer aus Landingpage und KI-Assistenz dahinterzulegen, sammelt Likes statt Eigentümer. Mehr zum Zusammenspiel der Kanäle steht im Überblick zur Werbung für Immobilienmakler.

Was kostet Social Media Marketing für Makler, und wie oft sollte ich posten?

Direkte Antwort zuerst: Organisches Social Media Marketing kostet dich vor allem Zeit, nicht Geld. Die Plattformen sind kostenlos, der Aufwand liegt in der Erstellung und der Kontinuität. Realistisch sind zwei bis drei Posts pro Woche pro Plattform, dazu ein paar Stories. Das ist genug, um sichtbar zu bleiben, ohne sich zu verausgaben. Mehr ist besser, aber nur, wenn du es durchhältst. Lieber zwei gute Posts pro Woche über zwölf Monate als sieben pro Woche über sechs Wochen.

Geld kostet Social Media erst, wenn du es mit bezahlter Werbung beschleunigst. Das ist eine eigene Disziplin mit eigener Logik, und ehrlicherweise nicht der erste Schritt. Bevor du Budget in Anzeigen steckst, sollte die organische Basis stehen und der Conversion-Layer sitzen. Wie sich bezahlte Kanäle rechnen und wann sie sinnvoll sind, steht im Detail im Artikel zu Google Ads für Immobilienmakler und im Online-Marketing für Immobilienmakler.

Dass der Kanal kein Nischen-Thema ist, zeigt ein Blick über den Atlantik: Laut der NAR 2025 Technology Survey (US-Markt, veröffentlicht am 18.09.2025) nutzen 75 Prozent der US-Makler Social Media, womit es nach E-Signaturen mit 79 Prozent das zweithäufigste digitale Werkzeug ist. Für den deutschen Markt liegt keine vergleichbar belastbare Branchenzahl öffentlich vor, aber die Richtung ist eindeutig: Social Media ist im Makleralltag angekommen, nicht mehr die Kür.

Kurzfazit: Organisch kostet Zeit, nicht Geld. Zwei bis drei Posts pro Woche, durchgehalten, schlagen jeden bezahlten Sprint. Erst wenn die organische Basis und der Anschluss stehen, lohnt sich bezahlte Reichweite obendrauf.

Die rechtliche Grenze: Kalt-DMs und Scraping

Ein kurzer, aber wichtiger Hinweis, weil hier 2026 ein Missverständnis kursiert. Social Media verleitet dazu, Eigentümer direkt anzuschreiben, etwa private Verkäufer aus Kleinanzeigen oder Marktplatz-Gruppen. Und es gibt Tools, die genau das automatisieren, also Inserate scrapen und Kontaktdaten in dein CRM kippen.

Das ist rechtlich heikel. Das Landgericht Augsburg hat mit Versäumnisurteil vom 08.01.2026 (Az. 2 HK O 4274/25) einem Anbieter solcher KI-Akquise per automatisiertem Inserate-Scraping das Geschäftsmodell untersagt. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale. Die Begründung trifft nicht nur den Anbieter, sondern jeden Makler, der solche Tools nutzt: Ohne ausdrückliche Einwilligung des Inserenten ist die Erstansprache eine unzumutbare Belästigung nach Paragraph 7 UWG. Die saubere Trennlinie ist einfach. Inbound ist sicher: Du machst dich sichtbar, der Eigentümer meldet sich von sich aus. Ungefragte Direktansprache auf Basis gescrapter Daten ist es nicht.

Kurzfazit: Nutze Social Media, um gefunden zu werden, nicht, um ungefragt zu jagen. Der Wachstumsweg 2026 führt über Inbound und Sichtbarkeit, nicht über automatisiertes Anschreiben.

Checkliste: Social-Media-Start für Makler

Wenn nur eine Sache aus diesem Artikel hängenbleibt, dann diese Reihenfolge. Arbeite sie von oben nach unten ab.

  • Ziel festgelegt. Eigentümer-Akquise, Käufer-Reichweite oder Marke? Davon hängt alles Weitere ab.
  • Zwei Plattformen gewählt, nicht fünf. Für die meisten: Instagram plus Facebook. Konsequent statt überall.
  • Profil professionell aufgesetzt. Klares Bild, präzise Bio, lokaler Bezug, Link zur richtigen Landingpage.
  • Content-Quelle geklärt. Wer macht die Posts, in welchem Rhythmus, mit welchem Werkzeug? Ohne diese Antwort scheiterst du an Woche sechs.
  • Posting-Rhythmus realistisch. Zwei bis drei Posts pro Woche, durchgehalten über Monate, schlagen jeden Sprint.
  • Conversion-Layer aktiv. Landingpage plus Chatbot oder Voicebot, der die Anfrage einfängt. Sonst sammelst du Likes.
  • Rechtliches geprüft. Keine ungefragte Direktansprache, kein Daten-Scraping. Inbound statt Jagd.

Wenn die Punkte vier und sechs nicht stehen, halte mit dem Posten kurz inne und fix erst diese beiden. Content ohne Nachschub-System und ohne Anschluss ist verlorene Zeit.

Häufige Fragen

Welche Social-Media-Plattform ist die beste für Immobilienmakler?

Es gibt keine pauschal beste Plattform, sondern eine je Ziel. Für die meisten deutschen Maklerbüros ist Instagram plus Facebook die tragfähige Basis: Instagram für das Visuelle und jüngere Eigentümer, Facebook für die Altersgruppe 45 plus und lokale Gruppen. LinkedIn lohnt sich bei Gewerbe und Empfehlernetzen, TikTok nur mit echter Video-Routine. Wichtiger als die Plattform-Wahl ist, zwei Kanäle konsequent zu bespielen statt fünf halbherzig.

Was sollte ein Immobilienmakler auf Instagram posten?

Eine Mischung aus drei Dingen: lokale Marktupdates, die deine Marktkenntnis zeigen, dein Gesicht in kurzen Videos, die Eigentümerfragen beantworten, und Ratgeber-Inhalte im Karussell-Format. Reine Objektfotos allein reichen nicht, weil sie dich zum Schaufenster machen. Marktkenntnis ist laut Forsa für 95 Prozent der Eigentümer das wichtigste Auswahlkriterium, also zeig sie.

Wie oft sollte ein Makler in Social Media posten?

Realistisch sind zwei bis drei Posts pro Woche pro Plattform, dazu einige Stories. Entscheidend ist nicht die Frequenz an sich, sondern die Kontinuität. Zwei gute Posts pro Woche über zwölf Monate bringen mehr als sieben pro Woche über sechs Wochen, nach denen das Profil verwaist. Wähle einen Rhythmus, den du auch an vollen Maklertagen durchhältst.

Lohnt sich TikTok für Immobilienmakler?

Nur, wenn du Video wirklich zur Routine machst. TikTok bietet hohe organische Reichweite, vor allem bei jüngeren Zielgruppen, bestraft aber Unregelmäßigkeit hart. Wer dort nicht mehrmals pro Woche Video liefert, verschwindet aus der Ausspielung. Für die klassische Eigentümer-Akquise in der Altersgruppe 45 plus ist TikTok zudem schwächer als Instagram und Facebook. Als Reichweiten- und Marken-Kanal kann es sich lohnen, als primärer Akquise-Kanal selten.

Wie gewinnt man über Social Media Eigentümer-Leads?

Indem du Social Media als oberen Teil des Trichters behandelst und einen Anschluss dahinterlegst. Sichtbarkeit und Vertrauen baust du über kontinuierlichen Content auf. Die Anfrage erzeugst du, wenn der interessierte Zuschauer auf eine spezialisierte Landingpage trifft, etwa eine kostenlose Wertermittlung, und dort von einem Chatbot oder Voicebot empfangen wird, der die Anfrage sofort qualifiziert. Ohne diesen Conversion-Layer bleibt es bei Likes.

Organisch oder bezahlt: Was ist besser für Makler?

Beides hat seine Rolle, aber die Reihenfolge zählt. Organisch baust du Marke, Vertrauen und ein Fundament auf, ohne Budget. Bezahlte Werbung beschleunigt Reichweite, kostet aber Geld und ist nur sinnvoll, wenn die organische Basis und der Conversion-Layer stehen. Wer mit bezahlter Werbung startet, bevor die Strecke nach dem Klick sitzt, subventioniert die Plattform. Erst das Fundament, dann der Verstärker.

Ist Facebook für Immobilienmakler noch relevant?

Ja, gerade für die Eigentümer-Akquise. Facebook erreicht mit einer Wochenreichweite von 31 Prozent (ARD/ZDF-Medienstudie 2025) genau die Altersgruppe 45 plus, in der die meisten verkaufsbereiten Eigentümer sitzen. Dazu kommen lokale Gruppen und Bewertungen, die für regionale Sichtbarkeit wertvoll sind. Instagram ist jünger und visueller, Facebook ist näher an der typischen Eigentümer-Demografie. Für Makler ist die Kombination beider stärker als jede einzeln.

Nächster Schritt

Wenn dieser Artikel eine Sache klarmacht, dann diese: Social Media Marketing für Immobilienmakler ist nicht die Frage, ob du postest, sondern ob aus der Aufmerksamkeit etwas wird. Das hängt an zwei Dingen, die fast alle unterschätzen, nämlich an einem System, das dir den Content-Nachschub abnimmt, und an einem Conversion-Layer, der die Anfrage einfängt.

Genau das bauen wir bei Sunside, vom Solo-Makler bis zum Franchise. Das Sunside Studio löst das Nachschub-Problem, der KI-Chatbot und die Sprachassistentin Sophia lösen den Anschluss. Wenn du wissen willst, wie sich das für dein Büro anfühlt, ruf Sophia an unter +49 531 38763392, das ist die produktive Voicebot-Demo unseres Kunden Streil Immobilien. Oder buch ein kostenloses Erstgespräch über sunsideai.de. Wir schauen uns deinen Auftritt an und sagen dir ehrlich, wo der größte Hebel liegt, auch wenn es gerade nicht Social Media ist.

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