Exposé erstellen ohne teure Fehler: alle Pflichtangaben nach § 87 GModG (früher GEG), der 8-Bausteine-Aufbau und wie KI Ihnen beim Texten und Bebildern echte Stunden spart.
Kurz gesagt:
- Ein Exposé ist Pflicht-Dokument und Verkaufstext zugleich. Fehlen die Energieangaben nach dem GModG (früher GEG), wird aus einem Stilfehler ein vierstelliges Bußgeldrisiko.
- Es gibt acht Bausteine, die jedes professionelle Exposé enthält. Fehlt einer, merkt es der Interessent sofort.
- Falsche Angaben sind teurer als unvollständige: Bei arglistig verschwiegenen Mängeln greift Ihr Haftungsausschluss nicht (§ 444 BGB).
- KI verkürzt das Texten und Bebildern von Stunden auf Minuten, aber nur bei den richtigen Aufgaben. An drei Stellen dürfen Sie sich nicht auf sie verlassen.
Sie haben ein neues Mandat, die Fotos sind im Kasten, und jetzt sitzen Sie vor dem leeren Dokument. Ein Exposé zu erstellen kostet Sie pro Objekt schnell einen halben Arbeitstag: Unterlagen zusammensuchen, texten, Pflichtangaben prüfen, layouten. Und ein schwaches Exposé kostet Sie mehr als Zeit. Es entscheidet, ob aus 40 Portal-Klicks zwei ernsthafte Besichtigungen werden oder keine. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was rein muss (auch das, was rechtlich rein muss), wie Sie es aufbauen, und an welchen Stellen KI Ihnen den halben Tag auf eine halbe Stunde drückt.
Erstellen ist nicht dasselbe wie Optimieren
Kurz zur Einordnung, weil die beiden Begriffe oft durcheinandergehen: Beim Erstellen bauen Sie das Exposé von null auf, also Struktur, Pflichtangaben, Text, Bildauswahl. Beim Optimieren feilen Sie an einem fertigen Exposé, das schon online ist, aber zu wenig Anfragen bringt. Beides sind unterschiedliche Aufgaben. Der Großteil dieses Artikels geht um den Bau. Wenn Ihr Exposé schon steht und Sie an der Conversion drehen wollen, springen Sie zum Abschnitt „Online-Exposé optimieren“ weiter unten.
Ein Exposé hat zwei Jobs gleichzeitig, und genau das macht es anspruchsvoll. Es ist ein rechtliches Dokument mit Pflichtangaben, für die Sie geradestehen. Und es ist ein Verkaufstext, der bei einem Fremden Interesse wecken muss, der nichts über die Immobilie weiß außer dem, was Sie ihm zeigen. Die meisten Exposés sind in einem der beiden Jobs schwach. Entweder juristisch sauber und sterbenslangweilig, oder schön gemacht und mit einer Lücke, die teuer wird.
Die Pflichtangaben: der Teil, der richtig Geld kosten kann
Fangen wir mit dem an, was nicht verhandelbar ist. Sobald Sie eine Immobilie gewerblich inserieren und ein Energieausweis vorliegt, schreibt Ihnen § 87 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, früher Gebäudeenergiegesetz) vor, welche Energiekennwerte in die Anzeige müssen. Das gilt seit dem 1. November 2020 und betrifft Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Leasing.
Welche Pflichtangaben muss ein Exposé enthalten? Bei Wohngebäuden mit vorliegendem Energieausweis gehören fünf Angaben hinein: die Art des Energieausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis), der Wert des Endenergiebedarfs oder -verbrauchs, der wesentliche Energieträger für die Heizung, das im Ausweis genannte Baujahr und die Energieeffizienzklasse. Bei Nichtwohngebäuden entfallen Baujahr und Effizienzklasse, dafür müssen Sie Endenergie für Wärme und Strom getrennt ausweisen.
| Pflichtangabe (§ 87 GModG) | Wohngebäude | Nichtwohngebäude |
|---|---|---|
| Art des Energieausweises (Bedarf/Verbrauch) | ja | ja |
| Endenergiebedarf oder -verbrauch | ja | ja, getrennt für Wärme und Strom |
| Wesentlicher Energieträger der Heizung | ja | ja |
| Baujahr laut Energieausweis | ja | nein |
| Energieeffizienzklasse | ja | nein |
Für Energieausweise, die ab dem 01.01.2027 ausgestellt werden, gilt eine Neufassung von § 87: Pflicht sind dann Art des Ausweises, Ausstellungsdatum, Jahres-Primärenergiebedarf in kWh/(m²·a), Energieeffizienzklasse, Baujahr und wesentliche Energieträger, für Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen. Für Ausweise, die vor dem 01.01.2027 ausgestellt wurden, bleiben die Angaben aus der Tabelle maßgeblich (§ 112 Abs. 3 und 4 n. F.).
Der Knackpunkt ist die Reihenfolge: Der Energieausweis muss vorliegen, bevor Sie das Exposé veröffentlichen. Sie können die Werte nicht nachreichen, wenn die Anzeige schon läuft. Spätestens zur Besichtigung müssen Sie den Ausweis außerdem vorlegen können.
Warum so genau? Weil das Auslassen kein Kavaliersdelikt ist. Wer entgegen § 87 nicht sicherstellt, dass die Anzeige die Pflichtangaben enthält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Nach § 108 Absatz 2 GModG kann das mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Schaltet der Makler die Anzeige, ist es auch sein Bußgeldrisiko, nicht nur das des Eigentümers. Sie haften für die Zahlen, die Sie veröffentlichen.
Ausgenommen von der Ausweispflicht sind Baudenkmäler und kleine Gebäude bis 50 Quadratmeter Nutzfläche. Und ungeheizte Objekte wie Garagen oder Lagerräume brauchen ohnehin keinen Ausweis. Im Zweifel lohnt der Blick in die Übersicht der Verbraucherzentrale, bevor Sie eine Ausnahme annehmen.
Kurzfazit: Die Energieangaben sind kein Stil-, sondern ein Haftungsthema. Prüfen Sie sie zuerst. Sie sind die einzige Stelle im Exposé, an der ein Fehler vierstellig wird.
Exposé erstellen: die acht Bausteine im Aufbau
Wenn die Pflichtangaben sitzen, kommt der Verkaufsteil. Ein Exposé, das funktioniert, folgt fast immer derselben Reihenfolge: vom ersten Reiz bis zur Sicherheit, die ein Interessent braucht, um den Hörer in die Hand zu nehmen.
Checkliste: Die acht Bausteine eines vollständigen Exposés
- Titel und Aufmacher. Ein Satz, der den stärksten Vorteil nennt, nicht die Objektart. "Saniertes Reihenhaus mit Südgarten in ruhiger Sackgasse" schlägt "Reihenhaus, 5 Zimmer".
- Eckdaten. Objektart, Wohn- bzw. Grundstücksfläche, Zimmer, Baujahr, Zustand, Kaufpreis oder Miete. Die Wohnfläche idealerweise nach Wohnflächenverordnung ermittelt, das erspart Ihnen spätere Diskussionen.
- Objektbeschreibung. Sachlich, aber mit Charakter. Was macht dieses Objekt aus, wie lässt es sich nutzen, was ist das Besondere?
- Lagebeschreibung. Trennen Sie Mikrolage (die Straße, die Ausrichtung des Gartens, die Nachbarschaft) von Makrolage (Anbindung, Infrastruktur, Stadtteil).
- Kostenübersicht. Neben Preis oder Miete auch Nebenkosten, Hausgeld, Rücklagen. Das macht Ihr Objekt vergleichbar, und vergleichbar ist gut, wenn es fair bepreist ist.
- Fotos. Scharf und hell. Und aufgeräumt, denn unscharfe Bilder und unordentliche Räume sind ein verbreiteter optischer Killer.
- Grundriss. Gibt dem Interessenten Orientierung und filtert die aus, für die der Schnitt nicht passt, bevor sie Ihre Zeit bei der Besichtigung binden.
- Dokumente und Energieausweis. Der Abschluss, der Sicherheit gibt: aktueller Energieausweis, Lageplan, relevante Unterlagen zum Objekt. Damit kann ein Interessent entscheiden, ohne vorher bei Ihnen anrufen zu müssen.
Diese Reihenfolge ist kein Zufall. Sie führt den Leser vom Reiz (Titel, Foto) über die Fakten (Eckdaten, Beschreibung) bis zur Absicherung (Dokumente). Wer mittendrin eine Lücke lässt, etwa keine Nebenkosten nennt, erzeugt genau die offene Frage, die einen vorsichtigen Käufer wegklicken lässt.
Die häufigsten Fehler, und welcher davon richtig wehtut
Es gibt zwei Sorten Fehler, und sie sind unterschiedlich teuer. Die gestalterischen kosten Sie Anfragen. Die rechtlichen kosten Sie Geld oder den Verkauf.
Auf der gestalterischen Seite ist es fast immer dasselbe Muster: Die Zielgruppe ist nicht im Blick, also bleiben die wichtigsten Vorteile unsichtbar. Statt einer Aussage steht da Austauschbares. "Gepflegtes Objekt in guter Lage" sagt nichts, das schreibt jeder, und der Leser überfliegt es, ohne hängenzubleiben. Dazu kommen verschachtelte Sätze ohne roten Faden, Rechtschreibfehler und Fotos, die das Objekt schlechter aussehen lassen, als es ist. Jeder dieser Punkte ist für sich harmlos. Zusammen ergeben sie ein Exposé, das wirkt, als hätte sich niemand Mühe gegeben. Und das überträgt der Interessent reflexhaft auf die Immobilie.
Die rechtliche Seite ist die unangenehmere. Drei Punkte sollten Sie sich merken:
- Verschwiegene Mängel. Feuchter Keller, Schimmel, undichtes Dach: Wenn Sie davon wissen und es nicht erwähnen, hilft Ihnen der Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag nicht. Auf eine Vereinbarung, die die Rechte des Käufers ausschließt, kann sich der Verkäufer nach § 444 BGB nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen hat. Dann sind Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz möglich.
- Falschangaben. Stimmt die Wohnfläche nicht, ist das kein Schönheitsfehler. Angaben aus der Vermarktung zählen nach § 434 Absatz 3 BGB zu den öffentlichen Äußerungen, an denen sich die geschuldete Beschaffenheit messen lässt. Für die Richtigkeit haften grundsätzlich Sie beziehungsweise der Eigentümer.
- Fehlende Energiedaten. Siehe oben: bis zu 10.000 Euro nach § 108 GModG. Schaltet ein Makler die Anzeige, trägt er dieses Bußgeldrisiko, und er steht für das mit gerade, was im Exposé behauptet wird.
Kurzfazit: Gestalterische Fehler kosten Conversion, rechtliche kosten Substanz. Beim Korrekturlesen zuerst auf die drei rechtlichen Punkte schauen, dann auf den roten Faden.
Tempo durch KI, ehrlich betrachtet
Jetzt der Teil, der Ihnen den halben Arbeitstag spart. Die Erstellung eines Exposés ist zu großen Teilen Fleißarbeit, und Fleißarbeit ist genau das, was sich automatisieren lässt. Ein Exposé in Minuten statt Stunden, das gilt aber nur für bestimmte Aufgaben, nicht für alle.
Wo KI Ihnen wirklich Zeit abnimmt: beim Textentwurf. Aus Ihren Stichpunkten zu Objekt und Lage einen sauberen ersten Beschreibungstext zu machen, dauert mit einem Sprachmodell Sekunden statt einer halben Stunde. Bei der Bildaufbereitung ebenso, also Belichtung korrigieren, einen grauen Himmel ersetzen, einen vollen Raum entrümpeln. Welche Werkzeuge dafür taugen, steht im Detail im KI-Werkzeugkasten für Immobilienfotografie.
Eine Grenze gibt es hier aber, und sie ist dieselbe wie beim Text: schönen ja, täuschen nein. Einen grauen Himmel aufzuhellen ist harmlos. Einen Wasserfleck wegzuretuschieren oder ein Möbelstück in einen leeren Raum zu rechnen, ohne es zu kennzeichnen, kann eine Falschangabe sein, an der Sie später dieselbe Beschaffenheits-Haftung aus § 434 BGB trifft wie bei einer falschen Quadratmeterzahl. Das Bild darf die Immobilie von ihrer besten Seite zeigen, nicht eine andere Immobilie.
Und wo Sie sich nicht auf sie verlassen dürfen: drei Stellen, an denen ich jeden KI-Output gegenprüfen würde.
- Zahlen und Pflichtangaben. Ein Sprachmodell erfindet im Zweifel plausibel klingende Werte. Energiekennwerte, Wohnfläche, Baujahr: Die kommen aus Ihren Unterlagen, nie aus dem Modell. Hier ist die Halluzinationsgefahr real und das Bußgeldrisiko auch.
- Lokales Detailwissen. KI ordnet Stadtteile, Schulen und Mikrolagen oft falsch zu. Was Sie über die Straße wissen, weiß das Modell nicht.
- Datenschutz. Laden Sie Exposé-Daten oder Grundrisse mit Namen in ein öffentliches KI-Tool, geben Sie personenbezogene Daten aus der Hand. Was dabei zu beachten ist, haben wir im Artikel zu ChatGPT für Immobilienmakler ausführlich behandelt.
Die ehrliche Faustregel: KI macht den ersten Entwurf, Sie tragen die Verantwortung. Sie beschleunigt das Formulieren und Bebildern, ersetzt aber weder Ihre Unterlagen noch Ihre Marktkenntnis noch Ihre Haftung. Und selbst das beste, schnellste Exposé ist nur der halbe Weg. Was danach mit der Anfrage passiert, entscheidet über den Ertrag.

Online-Exposé optimieren: wenn es steht, aber zu wenig Anfragen bringt
Ein Exposé, das online steht, liefert Daten. Bevor Sie Texte umschreiben oder neue Fotos bestellen, schauen Sie, wo Interessenten aussteigen. Welche Bilder werden lange angesehen? An welcher Stelle brechen die meisten ab? Welche Exposés führen zu Anfragen und welche nicht? Die Kennzahlen dafür sind Seitenaufrufe, Verweildauer, Anfragequote, Besichtigungstermine und am Ende die Abschlüsse.
| Stellschraube | Was Sie prüfen |
|---|---|
| Erstes Bild | Zeigt es das stärkste Verkaufsargument, also Fassade, lichten Wohnbereich oder Garten? |
| Bildstrecke | Jeder Raum aus zwei Blickwinkeln, Weitwinkel für die Größe, Details für die Ausstattung, Außenbereich und Umgebung dabei |
| Rundgang und Luftbild | Ein 360-Grad-Rundgang filtert unpassende Besichtigungen vorab. Drohnenbilder lohnen bei großen Grundstücken und besonderen Lagen. |
| Text | Starker Einstieg, Lage und Ausstattung konkret statt austauschbar, am Ende ein klarer nächster Schritt |
| Mobil und Ladezeit | Bilder komprimiert, Darstellung auf dem Smartphone geprüft, Kontakt ohne Scrollen erreichbar |
| Kontaktweg | Kontakt, Terminbuchung und Grundriss direkt im Exposé statt versteckt am Ende |
Beim Text hilft eine einfache Probe: Ersetzt eine konkrete Beschreibung das Allgemeine? "Großzügiger Wohnbereich mit bodentiefen Fenstern" sagt mehr als "großes Wohnzimmer". Aber nur, wenn es stimmt. Es gilt dieselbe Grenze wie bei den Fotos.
Zwei weitere Hebel, wenn das Exposé auf Ihrer eigenen Website steht: Nennen Sie Stadtteil, Objekttyp und besondere Ausstattung im Text, dann findet Google die Seite auch für diese Suchen. Und denken Sie in Zielgruppen. Eine junge Familie liest auf Schulweg und Garten, ein Investor auf Mietrendite und Zustand. Wer dasselbe Objekt für zwei Zielgruppen unterschiedlich gewichtet, trifft beide besser.
Kurzfazit: Optimieren heißt messen, dann gezielt an einer Stellschraube drehen. Wer alles gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.
Vom Exposé zur Eigentümeranfrage
Ein gutes Exposé ist kein Selbstzweck. Es ist der Anfang einer Kette: Sichtbarkeit erzeugt Klicks, das Exposé wandelt Klicks in Anfragen, und die Anfragen müssen Sie auffangen, bevor sie kalt werden. Genau hier verlieren viele Büros, was die Exposé-Arbeit erst eingebracht hat.
Ein Beispiel aus der Praxis. Ein Maklerbüro, Mutzel Immobilien, bekam mit einem veralteten Auftritt praktisch keine Anfragen über die Website. Der Auftritt schuf kein Vertrauen, und wer doch schrieb, landete in einem einfachen Kontaktformular. Nach dem Relaunch mit professioneller Präsentation und einem KI-Chatbot, der jede Anfrage rund um die Uhr aufnimmt und vorqualifiziert, waren es sechs qualifizierte Leads im ersten Monat. Die Konversionsrate von Nutzern zu Leads lag bei 20 Prozent. Nicht, weil die Objekte plötzlich besser waren, sondern weil die Präsentation Vertrauen schuf und keine Anfrage mehr ins Leere lief.
Dasselbe Prinzip greift beim Exposé. Wenn Ihre Objekte sauber präsentiert sind und Sie die eingehenden Eigentümeranfragen nicht in der Mailbox versanden lassen, verschiebt sich Ihre Konversion spürbar. Bei einem Sachverständigenbüro, mit dem wir seit über zwei Jahren arbeiten, ist die Konversion von 5 auf über 30 Prozent gestiegen. Diese Zahl misst die Anfrage-Bearbeitung, nicht das Exposé selbst, aber sie zeigt, wie viel an dem hängt, was nach dem ersten Reiz passiert.
Für die Exposé-Erstellung selbst hilft ein System statt Einzelkämpfertum. Mit einer Vorlagen-Bibliothek wie dem Sunside Studio übernehmen Sie Ihr Branding automatisch und holen die Objektdaten direkt aus dem CRM (Propstack, onOffice), statt sie für Portal, Social und Print dreimal von Hand aufzubereiten. Aus dem halben Arbeitstag pro Objekt wird eine Routine, die nach dem ersten Mal von selbst läuft.
Kurzfazit: Das beste Exposé bringt nichts, wenn die Anfrage danach niemand auffängt. Erstellung, Präsentation und Anfrage-Bearbeitung gehören in eine Kette.
Selbst erstellen, Makler oder KI-Tool? Eine Entscheidungshilfe
Nicht jedes Objekt braucht denselben Aufwand. Hier die drei Wege im direkten Vergleich.
| Aspekt | Selbst (manuell) | KI-Tool / Vorlage | Über den Makler |
|---|---|---|---|
| Zeitaufwand | mehrere Stunden bis Tage | 10 bis 30 Minuten pro Objekt | 1 bis 2 Wochen inkl. Fototermin |
| Kosten | nur Eigenzeit | gering, oft pro Objekt | in der Provision enthalten |
| Pflichtangaben-Sicherheit | hängt an Ihrem Wissen | Struktur hilft, Prüfung bleibt bei Ihnen | Profi prüft mit |
| Eignung | Einzelobjekt, viel Zeit | Makler mit Objektvolumen | Eigentümer ohne Routine |
Für Makler mit laufendem Objektgeschäft ist die mittlere Spalte fast immer die richtige: Die Vorlage gibt die Struktur und die Pflichtfelder vor, die KI beschleunigt Text und Bild, und die Verantwortung für die Zahlen bleibt da, wo sie hingehört, nämlich bei Ihnen. Für einen verkaufenden Eigentümer ohne Routine kann der Makler-Weg trotz Provision der wirtschaftlichere sein, weil er die teuren Rechtsfehler vermeidet.
Kurzfazit: Je mehr Objekte Sie machen, desto eher lohnt das System. Bei Einzelverkäufen ohne Erfahrung schlägt der Profi die Bastellösung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, ein Exposé zu erstellen?
Manuell rechnen Sie mit mehreren Stunden bis Tagen: Unterlagen beschaffen, Fototermin (oft wetterabhängig), Texten, Layouten. Mit einer Vorlage und KI-Unterstützung sinkt der reine Erstellungsaufwand auf 10 bis 30 Minuten pro Objekt. Der Engpass ist dann nicht mehr das Dokument, sondern die Vollständigkeit Ihrer Unterlagen.
Was kostet ein Exposé?
Das hängt vom Weg ab. Selbst erstellt zahlen Sie nur Ihre Zeit, ein professionell gedrucktes Exposé kann mehrere Hundert Euro kosten. Beauftragen Sie einen Makler, ist das Exposé in der Regel in der Provision enthalten. KI-gestützte Selfservice-Tools liegen dazwischen und rechnen oft pro Objekt ab.
Ist der Energieausweis im Exposé Pflicht?
Sobald ein Energieausweis vorliegt und Sie gewerblich inserieren, sind die Energiekennwerte daraus in der Anzeige Pflicht (§ 87 GModG). Der Ausweis muss vor der Veröffentlichung vorliegen. Fehlen die Angaben, ist das eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld bis zu 10.000 Euro. Ausgenommen sind unter anderem Baudenkmäler und Gebäude bis 50 Quadratmeter Nutzfläche.
Wer haftet für falsche Angaben im Exposé?
Grundsätzlich der Verkäufer beziehungsweise Eigentümer. Exposé-Angaben zählen nach § 434 Absatz 3 BGB zu den öffentlichen Äußerungen, an denen sich die geschuldete Beschaffenheit messen lässt. Bei arglistig verschwiegenen Mängeln greift ein vereinbarter Haftungsausschluss nicht (§ 444 BGB). Schaltet ein Makler die Anzeige, trägt er das Bußgeldrisiko für fehlende Pflichtangaben.
Wie optimiere ich ein Online-Exposé?
Ein Online-Exposé optimieren Sie am besten anhand seiner Zahlen: Seitenaufrufe, Verweildauer, Anfragequote und Besichtigungen zeigen, wo Interessenten aussteigen. Danach drehen Sie gezielt an einer Stellschraube, etwa am ersten Bild, an einer konkreteren Lagebeschreibung, an der mobilen Darstellung oder an einem Kontaktweg, der ohne Scrollen sichtbar ist. Die Pflichtangaben bleiben dabei unangetastet.
Kann ich ein Exposé ohne Makler erstellen?
Ja. Sie brauchen die vollständigen Objektunterlagen, den Energieausweis und eine saubere Struktur. Eine Vorlage hilft, keine Pflichtangabe zu vergessen. Den größten Unterschied macht nicht das Werkzeug, sondern dass Sie die rechtlichen Pflichtfelder vor der Veröffentlichung abhaken.
Nächster Schritt
Wenn Sie Ihr Objektmarketing nicht mehr Exposé für Exposé von Hand bauen, sondern als System aufsetzen wollen, von der Vorlage über die KI-gestützte Erstellung bis zum Chatbot, der die Anfragen danach auffängt, dann lassen Sie uns reden. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihren aktuellen Vermarktungsweg an und zeigen Ihnen, wo Sie pro Objekt Zeit gewinnen. Wie sich eine professionelle Präsentation auf Ihre Anfragen auswirkt, lesen Sie auch im Artikel dazu, was Ihre Makler-Website 2026 können muss. Oder rufen Sie Sophia an und erleben Sie selbst, wie ein KI-Assistent eine Anfrage entgegennimmt: +49 531 38763392 (Demo Streil Immobilien).
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