Websiteerstellung

Immobilienmakler Homepage erstellen: Die 8 Schritte von null zur Lead-Maschine

Makler Homepage erstellen in 8 Schritten: Domain, Hosting, CMS, Inhalte, Recht, SEO, Launch und der Schritt, den 90% vergessen. Praxisguide mit Kosten.

Niklas Schwerin

Niklas Schwerin

KI-Experte

26. März 2026
9 Min Lesezeit

Du willst eine Makler-Homepage erstellen und fragst dich, wo du anfängst? Die kurze Antwort: Nicht beim Design. Nicht beim Logo. Und definitiv nicht beim Baukasten-Vergleich. Sondern bei der Frage, was deine Homepage für dich tun soll.

Die meisten Anleitungen im Netz führen dich durch die technischen Schritte – Domain registrieren, Template wählen, Inhalte einpflegen, veröffentlichen. Das Ergebnis: Eine digitale Visitenkarte, die im besten Fall gut aussieht. Und dann? Dann wartest du auf Anfragen. Die nicht kommen.

Dieser Guide geht anders vor. Wir zeigen dir die 8 Schritte, die du wirklich brauchst – inklusive des letzten Schritts, den fast alle weglassen: deine Website vom passiven Schaufenster zum aktiven Vertriebskanal machen.

Schritt 1: Ziel definieren, bevor du irgendetwas baust

Bevor du eine Domain registrierst oder ein Template auswählst: Was soll deine Homepage konkret leisten?

"Eine professionelle Online-Präsenz" ist kein Ziel. Ein Ziel ist: "5 Eigentümer-Leads pro Monat über die Website generieren." Oder: "Kaufinteressenten sollen Besichtigungstermine direkt buchen können." Oder: "Die Abhängigkeit von ImmoScout24 reduzieren."

Warum das so wichtig ist: Dein Ziel bestimmt alles andere. Ein Einzelmakler, der hauptsächlich Eigentümer-Leads will, braucht ein Bewertungstool und einen klaren Eigentümer-Funnel. Ein Büro mit 50 Objekten braucht eine starke Immobiliensuche mit Filterfunktion und CRM-Anbindung. Ein Franchise-Unternehmen braucht ein skalierbares System mit Unterseiten pro Standort.

Schreib dein Ziel auf. Einen Satz. An den erinnerst du dich bei jeder Entscheidung, die ab jetzt kommt.

Schritt 2: Domain und Hosting wählen

Die Domain ist deine Adresse im Internet. Klingt banal, verursacht aber überraschend oft Probleme.

Domain-Wahl. Halte es einfach: Dein Name oder dein Firmenname, gefolgt von .de. Also mueller-immobilien.de oder makler-schmidt.de. Keine kreativen Wortspiele, keine Bindestriche-Orgien, keine .com wenn du nur in Deutschland tätig bist. Falls dein Wunschname vergeben ist: Prüfe Varianten mit Ortsname (immobilien-hamburg-mueller.de). Das hilft auch beim lokalen SEO.

Hosting. Wenn du einen Baukasten nutzt (Wix, Jimdo, Squarespace), ist Hosting inklusive. Bei WordPress brauchst du einen separaten Hoster. Für eine Makler-Website reicht ein gutes Shared Hosting (10-20 Euro/Monat). Wichtig: Der Server sollte in Deutschland stehen (DSGVO) und SSL/HTTPS ist Pflicht – nicht optional.

Kosten für diesen Schritt: 10-20 Euro pro Jahr für die Domain, 0-20 Euro pro Monat für Hosting.

Schritt 3: Das richtige System wählen

Hier trennen sich die Wege. Drei Optionen, jede mit klaren Vor- und Nachteilen:

Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) – für Einzelmakler, die schnell starten wollen. Du brauchst keine technischen Vorkenntnisse, die Templates sind professionell, und du kannst innerhalb eines Tages online sein. Die Grenze: Komplexe CRM-Anbindungen (Flowfact, onOffice) sind schwierig bis unmöglich. Kosten: 10-30 Euro/Monat.

WordPress – für Büros, die Flexibilität brauchen. WordPress bietet Immobilien-Plugins (Estatik, WPL, ImmoPress), OpenImmo-Schnittstellen und unbegrenzte Erweiterbarkeit. Du brauchst aber jemanden, der sich mit WordPress auskennt – oder musst es dir selbst beibringen. Kosten: 50-200 Euro/Monat (Hosting + Plugins + ggf. Theme).

Branchenlösung (ImmoXXL, MaklerWerft, Screenwork) – für Makler, die ein fertiges System wollen. Du bekommst eine vorkonfigurierte Website mit Immobilien-Plugin, Bewertungstool und oft auch Content. Dafür bist du an den Anbieter gebunden. Kosten: 100-500 Euro/Monat.

Unser ehrlicher Rat: Für 80% der Makler ist ein Baukasten oder eine einfache WordPress-Seite ausreichend – wenn sie mit den richtigen Tools kombiniert wird. Die teure Branchenlösung lohnt sich erst ab einer gewissen Größe und wenn du wirklich eine OpenImmo-Anbindung brauchst.

Immobilienmakler Website: Was deine Seite 2026 können muss

Schritt 4: Seitenstruktur festlegen

Bevor du Farben und Bilder auswählst, definierst du die Seiten, die deine Homepage braucht. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Pflichtseiten:
Eine Startseite, die in 3 Sekunden klar macht, wer du bist und was du tust. Eine Objektseite mit deinem aktuellen Bestand (oder ein Link zu deinen Portalprofilen, wenn du wenige Objekte hast). Eine Über-uns-Seite mit echtem Foto, kurzer Vorstellung und Qualifikationen. Eine Kontaktseite mit Telefonnummer, E-Mail, Adresse und Kontaktformular. Impressum und Datenschutzerklärung (rechtlich verpflichtend, kein Verhandlungsspielraum).

Die Kür-Seiten (aber mit großem Hebel):
Eine Bewertungsseite mit Wertermittlungstool für Eigentümer. Stadtteil-Seiten für deine Kernregion (stark für lokales SEO). Ein Blog für regelmäßigen Content. Eine Referenzseite mit Kundenstimmen und abgeschlossenen Projekten.

Mach nicht den Fehler, 15 Seiten zu planen. Starte mit den Pflichtseiten, geh live und baue dann aus. Eine kleine, saubere Website ist besser als eine große, halbfertige.

Schritt 5: Inhalte erstellen

Der Teil, den die meisten unterschätzen – und der den größten Unterschied macht.

Texte. Schreib für deine Kunden, nicht für dich. Kein Makler-Deutsch, keine Worthülsen. Statt "Wir bieten ein umfassendes Portfolio an erstklassigen Immobilien" lieber "Wir verkaufen Wohnungen und Häuser in Hamburg-Eppendorf und Umgebung." Konkret, ehrlich, verständlich.

Für die Startseite brauchst du: einen Satz, der deinen Mehrwert erklärt (kein "Herzlich willkommen"), zwei bis drei Absätze über dein Angebot und zwei klare Call-to-Actions (einen für Eigentümer, einen für Interessenten).

Bilder. Verwende echte Fotos. Von dir, deinem Team, deinem Büro, deiner Stadt. Keine Stockfotos von lächelnden Menschen vor weißen Häusern. Wenn du kein professionelles Fotoshooting willst: Gute Smartphone-Fotos bei Tageslicht reichen für den Start. Aber komprimiere sie – ein Bild über 500 KB bremst deine Seite aus.

Objektfotos. Falls du Objekte auf der Website zeigst: Investiere in professionelle Immobilienfotografie. Das ist die eine Stelle, wo sich Profibilder sofort auszahlen. Ein gut fotografiertes Objekt generiert mehr Anfragen als dasselbe Objekt mit Smartphone-Fotos – der Unterschied ist messbar.

Schritt 6: Rechtliches klären

Langweilig, aber nicht verhandelbar. Fehlendes Impressum oder ein falscher Cookie-Banner kann dich schnell einige tausend Euro kosten.

Impressum: Pflicht nach § 5 TMG. Muss deinen vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail enthalten. Zusätzlich: Handelsregistereintrag (falls vorhanden), Umsatzsteuer-ID, Aufsichtsbehörde für die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO.

Datenschutzerklärung: Pflicht nach DSGVO. Muss alle Tools und Dienste auflisten, die personenbezogene Daten verarbeiten – Google Analytics, Kontaktformulare, Newsletter-Tools, eingebettete Videos, Social-Media-Plugins. Tipp: Nutze einen Generator wie den von eRecht24 oder der IT-Recht Kanzlei.

Cookie-Banner: Wenn du Cookies setzt (und das tust du mit ziemlicher Sicherheit), brauchst du ein Opt-In-Banner. Nicht Opt-Out. Der Besucher muss aktiv zustimmen, bevor Tracking-Cookies gesetzt werden.

Barrierefreiheit: Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gewinnt das Thema ab 2025 an Bedeutung. Für kleine Unternehmen gelten Ausnahmen, aber grundlegende Barrierefreiheit (ausreichende Kontraste, Alt-Texte bei Bildern, navigierbar per Tastatur) schadet nie – und hilft auch bei SEO.

Schritt 7: SEO-Grundlagen einrichten und live gehen

Deine Website ist fertig? Fast. Vor dem Launch brauchst du ein Minimum an SEO-Setup, damit Google deine Seite überhaupt findet.

Google Business Profil einrichten. Kostenlos, dauert 20 Minuten, ist der wichtigste einzelne Schritt für lokales SEO. Vollständig ausfüllen: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Kategorien, Fotos. Dann Kunden um Google-Bewertungen bitten.

Meta-Titel und -Beschreibungen. Jede Seite braucht einen individuellen Meta-Titel (max. 60 Zeichen) mit deinem wichtigsten Keyword + Ortsname. Beispiel: "Immobilienmakler Hamburg | Schmidt Immobilien". Die Meta-Beschreibung (max. 155 Zeichen) macht neugierig und enthält ein Versprechen.

Google Search Console und Analytics. Beide kostenlos, beide einrichten. Search Console zeigt dir, für welche Keywords du gefunden wirst. Analytics zeigt dir, wie viele Besucher kommen und was sie tun. Ohne diese Daten fliegst du blind.

Dann: Live gehen. Warte nicht auf Perfektion. Eine funktionierende Website, die online ist, schlägt eine perfekte Website, die noch drei Monate in der Warteschleife hängt.

SEO Immobilienmakler: Komplett-Guide

Schritt 8: Vom Schaufenster zum Vertriebskanal – der Schritt, den alle vergessen

Und hier endet jeder andere Leitfaden im Netz. "Herzlichen Glückwunsch, Ihre Website ist online!" Aber online sein und Leads generieren sind zwei verschiedene Dinge.

Die Realität: Eine frisch gelaunchte Makler-Website hat 0 bis 50 Besucher im Monat. Selbst mit gutem SEO dauert es 3-6 Monate, bis relevanter organischer Traffic kommt. Und von diesen Besuchern kontaktieren dich bei einem klassischen Kontaktformular 2-5%.

Rechne nach: 50 Besucher × 3% Konversion = 1,5 Leads pro Monat. Dafür lohnt sich die ganze Arbeit kaum.

Der Hebel liegt nicht in mehr Traffic (das kommt mit der Zeit), sondern in der Konversionsrate. Und hier passiert der Unterschied: Ein KI-Chatbot, der Besucher aktiv anspricht, qualifiziert und Kontaktdaten sammelt, hebt die Konversionsrate auf 12-20%. Bei denselben 50 Besuchern sind das plötzlich 6-10 Leads statt 1-2.

Wir haben das bei einem Maklerbüro erlebt, das gerade eine neue Website gelauncht hatte. Vorher praktisch keine Leads über die Website. Nach der Integration unseres KI-Chatbots: 6 qualifizierte Leads im ersten Monat, bei einer Konversionsrate von 20%. Die Website selbst hatte sich kein Stück verändert – nur die Art, wie sie mit Besuchern umgeht.

Das ist der Unterschied zwischen einer Homepage und einer Lead-Maschine.

KI-Chatbots für Makler: Der Guide 2026

Kosten-Überblick: Was kostet eine Makler-Homepage wirklich?

Weil die Frage immer kommt – hier die ehrliche Aufstellung:

Variante 1: Baukasten selbst erstellt. Domain (12 Euro/Jahr) + Baukasten-Abo (15-30 Euro/Monat) + eigene Arbeitszeit (2-5 Tage). Gesamtkosten im ersten Jahr: 200-400 Euro. Geeignet für: Einzelmakler, die schnell starten wollen.

Variante 2: WordPress mit Theme. Domain (12 Euro/Jahr) + Hosting (10-20 Euro/Monat) + Premium-Theme (50-100 Euro einmalig) + ggf. Immobilien-Plugin (100-300 Euro/Jahr) + eigene Arbeitszeit oder Freelancer (500-2.000 Euro). Gesamtkosten im ersten Jahr: 1.000-3.000 Euro. Geeignet für: Büros mit CRM-Anbindung und mehr als 10 Objekten.

Variante 3: Agentur. Konzept, Design, Entwicklung, Texte, SEO-Grundsetup, CRM-Anbindung: 3.000-15.000 Euro einmalig + laufende Wartung (50-200 Euro/Monat). Gesamtkosten im ersten Jahr: 4.000-18.000 Euro. Geeignet für: Büros, die keine eigene Zeit investieren können und ein Rundum-Paket wollen.

Die Frage ist nicht "Was kostet die Website?" Die Frage ist "Was kostet ein verpasster Lead?" Ein einzelner Verkaufsauftrag bringt im Schnitt eine Provision im vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Wenn deine Website dir einen einzigen zusätzlichen Auftrag pro Jahr bringt, hat sie sich bezahlt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, eine Makler-Homepage zu erstellen?
Mit einem Baukasten: 1-3 Tage für die Basisversion. Mit WordPress und eigenem Setup: 1-2 Wochen. Mit einer Agentur: 4-8 Wochen, manchmal länger. Unser Rat: Schnell eine Basisversion live stellen und dann iterativ verbessern.

Kann ich meine Makler-Homepage kostenlos erstellen?
Technisch ja – Jimdo und Wix bieten Gratis-Tarife. Aber diese kommen mit Einschränkungen: keine eigene Domain (stattdessen sowas wie dein-name.jimdosite.com), eingeblendete Werbung des Anbieters und eingeschränkte Funktionen. Für einen professionellen Auftritt lohnt sich ein bezahlter Tarif ab 10-15 Euro pro Monat.

Brauche ich als Makler eine eigene Website oder reichen Portalprofile?
Portalprofile (ImmoScout, Immowelt) sind wichtig für die Objektvermarktung. Aber du baust damit die Marke des Portals auf, nicht deine eigene. Eine eigene Website macht dich unabhängiger, gibt dir volle Kontrolle über deine Darstellung und ist der einzige Kanal, auf dem du Eigentümer-Leads generieren kannst – Portale zeigen dich Kaufinteressenten, nicht Eigentümern.

Was muss ich bei der DSGVO beachten?
Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner sind Pflicht. Kontaktformulare brauchen eine Einwilligungs-Checkbox. Google Analytics darf nur mit aktiver Zustimmung des Besuchers laufen. Im Zweifel: Lass deine Rechtstexte von einem Generator oder Anwalt erstellen – das kostet 50-200 Euro und spart dir potenziell fünfstellige Abmahnkosten.

WordPress oder Baukasten – was ist besser für Makler?
Kommt auf deine Anforderungen an. Baukasten, wenn du wenige Objekte hast und keine CRM-Anbindung brauchst. WordPress, wenn du mehr als 10 Objekte zeigst, eine OpenImmo-Schnittstelle brauchst oder langfristig SEO aufbauen willst. Es gibt kein universell "besseres" System – nur das passendere für deine Situation.


Du hast eine Homepage – aber sie generiert keine Anfragen? Wir zeigen dir den Hebel, der fehlt.

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